Verliebt in den Zahnarzt?

Von der Kindheitsliebe zum Kiefergelenk.

Emotionaler Hintergrund zum Kiefergelenk.

Im Alter von maximal 7 Jahren verliebte ich mich erstmals ernsthaft. In einen Jungen aus meiner Klasse, der dunkelblonde Locken und blaue Augen hatte. Da ich a) die Frauenrolle hatte und b) schüchtern war, behielt ich dieses Gefühl natürlich für mich. Doch ich betete jeden Abend bis weit ins Gymnasium hinein: „Lieber Gott, bitte mach, dass (Vorname Nachname) und ich heiraten und ein glückliches langes Leben führen.“ Wir leben noch. Ansonsten könnte ich diese Zeit als Lernerfahrung abbuchen. Denn so verstand ich, was Wolfgang Rademann meinte, als er einmal bezüglich der Plausibilität von Liebesgeschichten sagte: Jugendliebe geht immer.

Ein schönes Wiedersehen

Mit inzwischen genug Abstand, Entwicklung und Klassentreffen dazwischen, fasste ich mir vor ein paar Jahren ein Herz. Ich  gestand ihm, als persönliche Nachricht über Facebook, meine fast eine Dekade anhaltende Liebe. Er nahm es gelassen. Inzwischen waren wir beide in Beziehungen. Er Zahnarzt, ich Osteopathin. Und als wir uns dann auf einen Kaffee in der Heimatstadt trafen, geschah das für mich so lange Unvorstellbare: Wir sprachen miteinander. Denn wir hatten jetzt ein Thema. Das Kiefergelenk! In Sommerhitze in einem Café tauschten wir uns darüber aus.

Welche Auswirkungen Spannungen dort auf den gesamten Körper, ja bis hinein ins Becken, haben können. Dass mein Psychologielehrer Dr.Dr. Jack Lee Rosenberg seinen ersten Doktor in Zahnmedizin hatte und von den Erkenntnissen aus das Fach wechselte. Dass seine Webseite SEO-technisch auf Kiefergelenksprobleme optimiert ist. Und dass diese Patienten oft auch Gemeinsamkeiten haben. Zum Abschied machte er mir ein Kompliment, das noch nachhallt: „Ich habe noch nie jemanden so leidenschaftlich über Kraniomandibuläre Dysfunktion reden hören wie Dich.“ Ich errötete.

Die Folgen eines Kompliments

Nach meiner Hals-Nasen-Ohren-Fortbildung für Osteopathie entschloss ich mich, mich auf zwei weitere Fortbildungen einzulassen. Beide zu einem Thema, das ich tatsächlich faszinierend finde und immer weiter vertiefen könnte: Das Kiefergelenk. Lernen, das mit Emotionen verknüpft ist, fällt eben einfach leichter.

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