Wie werde ich gelassener?

Gelassenheit-Symbol-Blume-Schmetterling

Gelassen: Nicht von jedem ärgern lassen.
Bild von Hans Benn auf Pixabay

Die Weltgesundheitsorganisation, WHO (World Health Organisation), bezeichnet Stress inzwischen als Gesundheitsrisiko Nummer 1. Eine Studie der Techniker Krankenkasse fand heraus, dass der Stress zwischen 2013 und 2016 noch zunahm. Waren es 2013 lediglich 57 Prozent der Bevölkerung, die sich manchmal oder häufig gestresst fühlten, waren es 2016 schon 61 Prozent.

Gelassener in Berlin

Im Bundesland Baden-Württemberg, Ländle der Schaffe-schaffe-Häuslebauer, gaben sogar 68 Prozent der Befragten an, derartig häufig Stress zu haben. Vermutlich würde sich dort auch jeder und jede ins gesellschaftliche Abseits plappern, würde die Frage anders beantwortet. Und wo steht Berlin bezüglich des wahrgenommenen Stressfaktors? Gleich mit dem doch eher beschaulich wirkenden Brandenburg: 63 Prozent der Befragten geben an häufiger oder manchmal in diesem Zustand zu sein. Die Bayern liegen mit 66 Prozent dazwischen. Um ganze 12 Punkte gelassener wird in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern geantwortet.

Männer sind gelassener als Frauen

Tatsächlich konnten, nach dieser Studie, die Frauen mit 63 Prozentpunkten in der oberen Stresszone ihren Level von 2013 bis 2016 halten. Die Männer holten hingegen innerhalb dieser drei Jahre von 52 auf 58 Prozent auf. Offenbar sind die Stressursachen unterschiedlich. Frauen beklagen sich eher über hohe Ansprüche an sich selbst als Ursache  (48 zu 37), Männer hingegen öfter über die Arbeit (54 zu 39). Frauen leiden übrigens auch öfter an Konflikten mit Nahestehenden (30 zu 17), sind insgesamt also etwas stressanfälliger im Vergleich. Oder zumindest eher bereit, das überhaupt zu erwähnen. Auch wenn diese Studie also nicht besonders belastbar zu scheint, eins wird zumindest durch andere Studien deutlich: Der wahrgenommene Stresslevel liegt nicht nur in der Region, dem Geschlecht und dem Umfeld des Subjekts, sondern auch in der Wahrnehmung und Bewertung des Stresses selbst. (1)

Gelassener: Mit dem Denken anfangen

Die Philosophie hinter dem Gedanken: Was wir denken, ob bewusst oder unbewusst, verursacht 100 Prozent unserer Gefühle. Hier anzusetzen hat also eine große Wirkung. Etwa 70.000 Gedanken gehen Ihnen jeden Tag durch den Kopf, das sagt zumindest der Schulmediziner, Universitätsprofessor und Meditationslehrer Deepak Chopra. 95 Prozent dieser Gedanken sind wiederum die gleichen wie gestern und nicht unbedingt eigene Gedanken, sondern auch von Eltern oder Medien übernommene. 85 Prozent dieser Gedanken sind „negativ“, also zu Gefühlen führend, die wir lieber vermeiden würden. Achten Sie einmal bewusst auf das, was Ihnen so an unhaltbaren Phrasen durch den Kopf geht, von wem Sie das, auch als Kind, wohl aufgeschnappt haben. Bingo! Gedankenhygiene ist mindestens so wichtig wie Händewaschen.

Gelassenheit ganzheitlich angehen

Lösungsfokussiertes Coaching unterstützt den klaren Denkprozess systemisch dabei, diesen auch in Handlungen umzusetzen.

Hilfreich, um gelassener zu werden, kann auch die  Integrative Körperpsychotherapie sein. Übungen wie Grenzen setzen und allabendliche schriftliche Dankbarkeit führen zu höherem Selbstbewusstsein und niedrigeren Depressionswerten. Der Beginn von Gelassenheit. Dann können Sie, um so gelassener, noch etwas für Ihr Nervensystem tun. Zum Beispiel mit einer osteopathischen Behandlung.

Alle drei Methoden biete ich Ihnen, auch individuell kombiniert, in meiner Praxis. Machen Sie jetzt einfach einen Termin aus.


1: Jamieson, J. P., Mende, W. B., & Nock, M. K. (2013). Improving acute stress responses: The power of reappraisal. Current Directions in Psychological Science, 22(1), 51-56.

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